Obwohl viele Hunde mit Futter, Spielzeug und Zuneigung überhäuft werden, wird eine Vielzahl verhaltensauffällig.
Ich glaube, dass viele überdreht oder frustriert sind, weil sie zu wenig Auslauf haben. Oder sie sind verunsichert, weil ihre Menschen ihrer Führungsrolle nicht gerecht werden. "Menschen sollten ihr Haustier nicht vermenschlichen, sondern sich mit dessen angeborenen Eigenschaften und Bedürfnissen befassen," rät beispielsweise 
Cesar Millan in seinem Buch "Tipps vom Hundeflüsterer".

Hunde wollen in erster Linie draußen unterwegs sein und sich auf einen starken Rudelführer verlassen können. Hunde wollen Rudelmitglieder sein, die Führung muss der Mensch übernehmen.

  

 

Der amerikanische Hunde-Experte Cesar Millan hat eine Art Faustregel benannt:

  

Bewegung, Disziplin, Zuneigung – in genau dieser Reihenfolge!

  

  • Bewegung: mindestens eine Stunde täglich an frischer Luft ...
  • Disziplin: Regeln und Grenzen ruhig und konsequent aufstellen und für Einhaltung sorgen
  • Zuneigung: bei ruhiger Unterordnungsbereitschaft

 

 

Kommunikation:

Welpen werden blind und taub geboren ... der Geruchssinn hingegen ist bereits ausgeprägt. Als nächstes wird sich der Seh-Sinn ausprägen und zuletzt der Hör-Sinn.
Somit kann man schlussfolgern, dass Hunde ihre Umwelt auch zum späteren Zeitpunkt zunächst mit der Nase, dann mit den Augen und erst zuletzt mit den Ohren wahrnehmen.

Daher machen Kommandos bzw. Sprache an sich, nicht allzu viel Sinn !
(Verständigungsprobleme = ein Grundstein für "Fehlverhalten")

Die universelle Sprache aller Tiere ist die Energie.
In der Hundewelt wird Führungspersönlichkeit durch eine ruhige und bestimmte Energie ausgezeichnet. Somit stehen wir Menschen in der Pflicht, dem Hund sein Grundbedürfnis nach Führung und Sicherheit zu befriedigen, indem wir uns als souveräne Führer erweisen
Erst wenn ein Hund ruhig, ausgeglichen und unterordnungsbereit ist, können wir Menschen mit ihm vernünftig kommunizieren.
Doch wie geht das?

 

Der Hund ist ein Tier

 

 

Bei uns Menschen sind Namen und Persönlichkeiten von grosser Bedeutung. Gerne übertragen wir diese Einstellung auf unsere Hundeschätze – und vergessen dabei manchmal das Tier in ihnen.

In erster Linie ist unser Hund

  1. ein Tier
  2. der Spezie Hund
  3. eine bestimmte Rasse
  4. und erst dann kommt die Persönlichkeit

     
    Bei Problemen sollte man sich daher immer vor Augen halten, dass es sich bei unserem Gegenüber um ein Tier handelt ! 

 

Kann ein Hund sich nun nicht auf die souveräne Führung durch seinen Menschen verlassen, führt das zu tiefen Verunsicherungen.
Ihm ist dann nicht mehr klar, welche Rolle er in der Hund-Mensch-Beziehung spielen soll.
In der Folge wird der Hund nun versuchen, die fehlenden Führungselemente zu ergänzen. Er wird versuchen, Grenzen zu finden, indem er sich und seine Umwelt austestet.
Dies kann zu Verhaltensauffälligkeiten wie gefährliche Aggression, Angst, Neurosen oder Nervosität führen.

 

 

 

Es wird also Zeit, dass wir Menschen unser Handeln überdenken. Sind wir ehrlich zu uns, fällt uns auf, dass wir vieles in das Hundeverhalten rein interpretieren, was eher unserer menschlichen Denke ähnelt.
Der Hund ist aber ein Tier und möchte auch als solches behandelt werden.

Haben wir das erst verstanden, fügt sich der Weg zur Führungspersönlichkeit nahezu von alleine. Der Hund wird ruhiger und ausgeglichener ... nicht zuletzt auch, weil wir eine stärkere Energie ausstrahlen ... und erst in diesem Zustand der Ausgeglichenheit ist eine vernünftige Mensch-Hund-Kommunikation möglich.

Und Kommunikation ist der Grundstein, um Probleme lösen zu können.

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Diese Seite ist online seit dem 09.07.2010

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