Respekt, Bewegung, Vertrauen, Disziplin, Zuneigung

 

Dies sind die Grundsätze jeder gut funktionierenden Mensch-Hund-Beziehung ...

  

ich möchte hier näher erläutern wie wir darauf kamen und wie wir dies heute erfolgreich umsetzen !

 

Marley war ein sogenannter "schwer erziehbarer" Hund ... albern, unaufmerksam, verspielt, stur, verrückt, distanzlos.
Zwar immer ausserordentlich liebenswert und charmant, aber eben "unerziehbar" ... so lautete einst das Fazit nach Absolvierung einer Welpengruppe mit anschliessender Junghund-Gruppe.


Wir mussten uns also was neues suchen ...

 

So stiessen wir aufgrund einer Empfehlung auf die Hundepsychologin und Tiertrainerin Susanne Gehrmann-Netenjakob (Lassie`s Garden) ... sie lehrte uns zusammen mit Sonja Fingerhut (TopDogs) die Welt mal aus Hundesicht zu sehen ... und auch gezielt die hündische Körpersprache einzusetzen ...


  damit hatten sie in meinem Hirn ne Menge "Denk-Schubladen" geöffnet !

 

Fortan bildete ich mich weiter, besuchte Vorträge, Seminare, machte Beobachtungstrainings, las jede Menge Bücher über Hundepsychologie ...


doch immer blieb in meinem Kopf ein grosses "Aber" ...

 

Marley wurde zwar nach all meinen Lehrstunden "pflegeleichter" ... unsere Standard-Probleme bekamen wir aber dennoch nur teilweise in den Griff.

 

In meinen Recherchen und Fortbildungen stiess ich dann irgendwann auf den "Spiegel"-Effekt:

Ein Hund kann unsere Sprache nicht verstehen ... er ist durchaus in der Lage eine Vielzahl an Wörtern/Kommandos zu erlernen/befolgen ... aber "verstehen" im menschlichen Sinne kann er die besagten Wörter eben doch nicht.
Was ein Hund aber, wie kaum ein anderer, perfekt beherrscht, ist die Körpersprache.

 

Durch Bücher wie Calming Signals sind wir Hundehalter inzwischen doch sehr auf Körpersprache des Hundes sensibilisiert ... was ich klasse finde !


Jedoch kommen wir nur in den seltensten Fällen darauf, dass WIR Menschen auch eine glasklare Körpersprache haben ... und die sieht unser Hund ... und zwar pausenlos !
Worte spielen da höchstenfalls noch eine untergeordnete Rolle, aber unsere Körpersignale lügen nie ... unser Hund beobachtet uns also permanent und liest aus all unseren Bewegungen, Gesten, Mimiken was wir eigentlich fühlen, wollen oder auch zu verbergen versuchen ...

 

Hinzu kommt, dass ALLE Lebewesen dieser Erde "Energie" ausstrahlen ... hierbei gibt es unterschiedliche Energie-Niveaus.
Ist man nun selbst energetisch niedrig angesiedelt und nimmt aber einen Hund mit einem hohen Energie-Niveau zu sich, wird dies wahrscheinlich zu Problemen führen.


Beispiel: ein "Couch-Potato" möchte als Schmuse- und Kuschelpartner unbedingt einen Border-Collie haben ... was höchstwahrscheinlich zu einer neurotischen Störung beim Border-Collie führen wird.

 

Einen ähnlichen Effekt erzielen wir Menschen, wenn wir selber keine souveräne Ausstrahlung haben ... von unserem Hund aber verlangen, dass er sich ruhig und gelassen durchs Leben macht ...

 

Ein Hund spürt jedoch diese Energie sehr viel deutlicher als wir Menschen ... und wird daher in der Regel selber nervös und unsicher werden.

 

Hunde, sowie ihre Vorfahren Wölfe, leben in Rudeln ... hierbei spielt es keine Rolle ob das Rudel nur aus Hunden besteht oder ob es sich um ein gemischtes Rudel Mensch/Hund handelt ...
auch spielt es keine Rolle ob sich eine Katze dem Rudel anschliesst.


Ein Hund kann nahezu jedes Lebewesen als Rudelmitglied annehmen ... wenn man ihm die Möglichkeit dazu gibt !

 

Hierbei ist es sehr wichtig, dass einer die Führung übernimmt ... denn Hunde leben in Hierarchien und sehnen sich nach einer kompetenten und souveränen Führung.
Hierbei darf man NIE Führung mit Zwang oder Druck oder Strenge verwechseln !!!


Ein Hund muss weder angebrüllt, gedrillt, noch geschlagen oder anderweitig "gedrückt" werden ... er braucht lediglich eine souveräne und ruhige Führung ...
In unseren Mensch-Hund-Beziehungen braucht er eben einen Menschen, dem er absolut vertrauen kann ... der ihn vor jeglichen Gefahren schützt und ein erstklassiges Vorbild ist.

Doch wie schaffen wir das, wenn unsere Worte doch so oft was anderes sagen, als unsere Körpersprache?

 

Indem wir uns mal auf uns selber besinnen 

Wir Menschen sollten lernen, die Probleme nicht mehr beim Hund zu suchen ... denn ein Hund macht instinktiv alles richtig ! Aus seiner Sicht !


Wir Menschen holen uns den ach so lieben Gefährten ins Haus und verlangen gleichzeitig von ihm, dass er sich an alle MENSCHLICHEN Regeln und Gesetze hält ... wie egoistisch das doch ist ....
Denken wir etwa, ein Hund sei ein "Menschlein im Hundekostüm"?
Leider ist dies all zu oft der Fall !
Auch wenn wir uns das oft nicht eingestehen wollen ... und DENKEN, dass der Hund unser Leben genauso toll findet wie wir ... aber ist dem auch wirklich so?
Ich denke nein !

Und so sind wir es jedem unserer Schätze auch schuldig, dass wir UNS mal überdenken !

 

Bevor wir also an unseren Hunden rumdoktern, ihnen die Schuld für ihr Verhalten zuschieben, sie als unerziehbar abstempeln etc., sollten wir erstmal überlegen wie WIR eigentlich sind ... wie wir uns verhalten ... ob wir das, was wir von unserem Hund verlangen, überhaupt selber in der Lage sind zu geben ...
Dazu gehört für mich die innere, also die energetische Einstellung sowie unsere Körpersprache ...

 

Und wenn wir bereit sind, UNS zu ändern, dann wird sich unser Hund mit Freuden anpassen und ein wahrer Freund werden ... ich habs erlebt 

  

 

Für nähere Informationen kann man sich hier einen Vortrag von Cesar Millan in voller Länge ansehen. Es lohnt sich ! 

Teil 1 

Teil 2

Teil 3

Teil 4

Teil 5

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Diese Seite ist online seit dem 09.07.2010

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