Die Hüftgelenksdysplasie ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks und ist hauptsächlich
genetisch bedingt. Falsche Haltung und Ernährung können ein Fortschreiten dieser Schäden begünstigen.
Daher ist es besonders wichtig auf eine vernünftige Bewegung und gesunde Ernährung zu achten !
Marley wurde mit einem Jahr sediert geröntgt und von Dr. Telhelm aus Giessen wie folgt bewertet:
Hüfte links - B2
Hüfte rechts - D2
Im Oktober 2006 bekam er dann in der Tierarztpraxis Dr. Schulze die Goldakupunktur (Hüfte rechts und Vorderbein links)
Weitere Infos über die Goldakupunktur findet man beispielsweise hier .
Tipps für den Alltag:
Ein vernünftiger Bewegungsablauf sollte stets gesichert sein. Hierfür ist vor allem Ruhe
sinnig, denn ein aufgeregter Hund bewegt sich nicht bedacht .
Ganz wichtig finde ich, die Muskulatur des Hundes IMMER erstmal aufzuwärmen ... das bedeutet beispielsweise, dass Hund anfangs angeleint und ruhig geht (nicht traben ...).
Ein gleichmässiger Bewegungsablauf sollte gewährleistet sein ... gerne kann man auch bergauf gehen ... geht man bergab, sollte man in Schlangenlinien gehen.
Ist die Muskulatur nun aufgewärmt, kann man gerne ein bisschen joggen ... so dass der Hund im gleichmässigen Trab nebenher laufen kann ... weiche Waldböden sind hierfür weitaus besser geeignet
als asphaltierter Boden.
Joggen baut übrigens die Muskulatur auf ... und eine starke Muskulatur entlastet die Gelenke !
Auch das Schwimmen ist eine schöne Massnahme um Muskulatur aufzubauen ... hierbei
sollte man jedoch immer drauf achten, dass Hund sich nicht unterkühlt ... bei zugigem Wetter lieber verzichten oder aber nach dem Bad für schnelle Trocknung und Wärme sorgen.
Ein HD-kranker Hund sollte möglichst nicht springen ... und auch das Treppenlaufen ist weitestgehend zu vermeiden.
Ein bisschen Physiotherapie
hilft dem Hund sich gleichmässiger und gezielter zu bewegen.
Beispiel 1: Man baut sich einen kleinen Parcour auf ... alle drei Meter legt man einen Stock (Besenstiel etc.) aus. Nun kann man
den Hund langsam über die Stöcke führen, so dass er alle vier Beine schön anheben muss.
Beispiel 2: Man nehme ein Trampolin ... stelle den Hund drauf ... der Hundehalter stellt sich mit auf das Trampolin und
bewegt sich nun leicht hin und her, so dass der Hund sich ein Gleichgewicht erarbeiten muss.
Bei beiden Übungen wird die Muskulatur sanft aber gezielt aufgebaut !
Die beste Ernährung ist für mich das BARFen , für eine schöne Gelenkschmiere nutzen wir vorzugsweise die Braunhirse und als Kur für starke Bänder und Sehnen zeigte sich bei uns das Schüssler Salz Calcium Flouratum als äusserst wirksam.
Bei akuten Beschwerden hat sich in unserem Falle jederzeit die Akupunktur und die Moxibustion bewährt !
Abschliessend möchte ich noch die Klassische Hundemassage ansprechen, die sowohl kranken als auch gesunden Hunden jederzeit eine Wohltat ist.
Jedoch hilft sie natürlich vor allem dem kranken Hund, verspannte Muskulaturen zu lockern.
Weitere Tipps:
Wie man sieht, kann man sehr viel tun, um dem erkrankten Hund ein angenehmeres Leben zu schenken und seine Lebensqualität zu erhöhen.
Wir versuchen immer positiv zu denken und hoffen, dass es unserem Schatz (sowie allen anderen Leidensgenossen) so lange wie möglich gut geht