Im Mai 2008 passierte Marley ein folgenschweres Missgeschick:

Der Kater hatte zwei Mini-Tee-Würste geklaut und Marley wollte sie ihm abnehmen ... schaffte es und verschluckte diese ... eins zerbiss er noch, das Zweite schluckte er unbeschädigt runter 
Ich dachte mir zunächst nichts Schlimmes dabei ... ist Marley doch ein Labrador durch und durch ... da ist schon so einiges in seinem Magen gelandet, was da nichts zu suchen hatte ... und es gab nie Probleme.


Doch diesmal war es anders.
Am nächsten Tag krümmte er sich plötzlich vor Schmerzen, zitterte am ganzen Leib, konnte nicht mehr liegen und litt Höllenqualen !
Natürlich war Wochenende, doch zum Glück hatte unsere Tierärztin Notdienst.
In der Praxis wurde er dann geröntgt und man konnte die unbeschädigte Tee-Wurst in seinem Darm stecken sehen !

Noch gab es Hoffnung, dass sich die Tee-Wurst von alleine nach draussen befördern würde ... doch am nächsten Tag ging es Marley noch viel schlechter ... er hatte solche Schmerzen, dass er geistig schon nicht mehr vor Ort war.
Ein erneutes Röntgen ergab, dass die Wurst immer noch an der gleichen Stelle feststeckte und sich auch schon unendlich viele Gase gebildet hatten.

(man sieht ihm die Schmerzen richtig an)

Sofort wurde eine Not-Operation vorgenommen !
Als Marley aufgeschnitten war, sah die Tierärztin, dass der Darm schon blau angelaufen war: Lebensgefahr !

 

Sie entfernte die Wurst (wobei noch ein witziges Missgeschick geschah, denn beim Schneiden traf sie die Wurst, diese platze auf und der komplette Inhalt entlud sich im Gesicht und auf der Kleidung der Ärztin und ihrer Helferin ... die ganze Praxis roch nach Tee-Wurst *lach*) und nähte den Schatz wieder zu.
Endlich konnte ich ihn wieder in meine Arme schliessen, hatte ich doch solche Ängste um meinen Hundeschatz ausgestanden ...

Die Nachsorge war sehr aufwendig ... Marley durfte mehrere Tage nicht trinken und auch nicht futtern, sondern wurde täglich über einen Tropf versorgt.
Erst später konnten wir mit Mini-Portionen Wasser anfangen, später mit Mini-Portionen weichem Futter ... mindestens fünfmal täglich ...
Spaziergänge waren höchstens fünf Minuten am Stück möglich ... weil Marley so schlapp war.
Auch die Narbe machte Probleme und verwucherte sehr ... jedoch konnte dies unser TCM-Mediziner mit Akupunktur lösen !

(hier mit Infusionsnadel und Schutzhose)

(die Wunde mit Fäden)

(nach dem Fädenziehen, aber die dicke Schwellung links unterhalb der Narbe ist unübersehbar, dies konnte nur mittels Akupuntur gelöst werden)

Alles in allem eine schlimme Erfahrung, die man weder Hund noch Halter gönnt.

Daher achtet bitte immer darauf, was euer Hund ins Schnäuzchen nimmt ... auch so ein vermeintlich kleines Würstchen kann schlimmste Schäden hervorrufen !
Da sollte man wirklich nicht zu sorglos sein ... ich bin es gewesen und bereue dies zutiefst !
Marley hat bis heute immer wieder mal Probleme mit seiner Verdauung ... da nun der Darm an mindestens fünf Stellen vernarbt ist.
Daher muss ich täglich darauf achten, dass er ausgewogen und darmfreundlich ernährt wird ... und sein Output muss auch täglich überwacht werden ... um eben die Ausgewogenheit gewährleisten zu können.

Tipp: Bei härterem Output hat sich bei uns Buttermilch und Kefir bewährt ... und auch Möhren helfen uns sehr, eine ordentliche Verdauung zu gewährleisten.

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Diese Seite ist online seit dem 09.07.2010

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