Um eine gut geführte und seriöse Hundeschule zu finden,
sollte man auf folgende Kriterien achten:
1. Der Hundehalter selbst sollte seinem "ersten" Gefühl trauen. Er sollte verstanden werden und verstehen, was ihm erklärt wird. Nicht militärischer Drill oder Macho-Gehabe sollte den Ton auf dem Trainingsgelände beherrschen, sondern Einfühlungsvermögen und Gefühl für Mensch und Hund. Jeder Hundeführer sollte ohne Zögern Fragen stellen, hinterfragen können und zufriedenstellende Antworten erhalten.
2. Es sollte
unbedingt die Möglichkeit zu einem unverbindlichem Kennenlernen von Halter und Trainer gegeben sein.
3. Die Ausbilder sollten bereitwillig Auskunft über die eigenen Qualifikationen und Erfahrungen geben (alte Traditionen lang
bestehender Hundeschulen sind keine Garantie dafür, daß nach neuesten verhaltenstherapeutischen Erkenntnissen gearbeitet wird !!)
4. Die Hundegruppen sollten nicht zu groß sein. Pro Trainer sollten nicht mehr als 5-6 Hunde anwesend sein, damit die Möglichkeit gegeben ist, auf jeden einzelnen einzugehen.
5. Das Training sollte nicht nur auf dem Trainingsplatz stattfinden, sondern praxisbezogen auch in der Öffentlichkeit mit Spaziergängen in ruhigen und lebhafteren Wohngegenden etc.
6. Der Unterricht sollte so gestaltet sein, dass die Hunde einige Pausen zum Entspannen und Spielen haben. Die Übungen müssen abwechslungsreich und interessant sein.
7. Auch theoretischer Unterricht oder gar "Seminare" zu bestimmten Themen sollten angeboten werden.
8. Zum Training sollten Hunde aller Rassen und Größen - auch Mischlinge und Kleinsthunde - zugelassen sein. Natürlich sollte jede Gruppe nicht wild vermischt, sondern nach Größe, Alter und Charakterzüge eingeteilt und gut betreut sein.
9. Problemhunde sollten mit ihren Besitzern gesondert unterrichtet werden. Ein guter Hundetrainer bietet hierzu auch Hausbesuche bzw. Einzelunterricht an - bis der Hund soweit ist, dass er am allgemeinen Gruppentag mit teilnehmen kann.
10. Das Hundetraining sollte in jedem Falle gewaltfrei ablaufen. Werden schmerzende Halsbänder z.B. Stachel, oder gar elektrische Geräte verwendet, so sollte man
diesem "Verein" sofort den Rücken kehren!
11. Rassespezifische Besonderheiten der Hunde
sowie die Fähigkeiten der Halter müssen erkannt und individuell berücksichtigt werden.
12. Welpenspielstunden sollten ohne Stress für die Kleinen durchgeführt werden: z.B. keine gravierenden Altersunterschiede, überschaubare Gruppengröße, kein Lern-Zwang. Ab und zu sollten gut sozialisierte erwachsene Hunde mitwirken.
13. Zeigt ein Hund zu häufig Beschwichtigungssignale, schleicht mit angelegten Ohren und eingezogener Rute in tiefer Körperhaltung herum und legt sich dies auch nach mehrmaligem Besuch des Trainings nicht , so ist ein solch ängstliches Tier mit der Situation überfordert und sollte zunächst im Einzeltraining bzw.mit angemessener Anzahl an Artgenossen langsam an den Gruppentag herangeführt werden.